Autumn feels like

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BODY: Worst Behaviour
CHOKER: Patrizia Pepe
JEANS: Topshop Moto Jeans

Mal ehrlich, endlich regnet es wieder und es wird so früh dunkel, dass man um 17 Uhr denkt es wäre 24 Uhr. Darauf haben wir so lange gewartet. Man muss praktisch gar nicht mehr ausgehen, um das Gefühl zu bekommen wirklich voll am Nachtleben teil gehabt zu haben. Wenn man in der Früh erwacht, ist das Schöne: es ist immer noch Nacht. Party is not over yet.

Aber endlich hat man eine Ausrede dafür, schon am Nachmittag im Pyjama zu sein. Der beste Moment ist dann der, wenn DHL klingelt um ein Päckchen abzugeben und man öffnet in der rosa Pyjamahose mit den Mopsgesichtern, die nicht mal der eigene Freund sehen sollte. Hätten Sie nicht früher kommen können? Sehen Sie nicht, dass es draußen schon dunkel ist? Man sollte Leute nicht mehr zur Nachtruhe belästigen! Wobei die Freude über das Paket meist doch den Moment entschädigt. Außer es ist für den Nachbarn! In diesem Moment hat man auch nicht die Eingebung man wäre ab morgen 4 Wochen in der Karibik und könne das Paket annehmen. Eine Stunde später muss man dann dem Nachbarn in Mopspyjama die Tür öffnen, um ihm das Paket zu überreichen. Das ist richtig geil.

Endlich bekommt man auch wieder das magische Herbstgefühl, welches man nur zu dieser nassen und nebeligen Jahreszeit bekommen kann. Man spielt mit dem Gedanken die erste Lichterkette aufzuhängen. Aber irgendwie lässt man den Gedanken, dann doch wieder fallen, wenn man merkt es ist vielleicht noch nicht ganz an der Zeit. Aber wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich bin kein Fan von warten. Geduld ist zugegeben nicht meine Stärke und ich möchte am liebsten alles sofort. Dinge in die Zukunft zu schieben macht in meinen Augen meistens einfach keinen Sinn. Obwohl ich sagen muss, auf Dinge zu warten, macht doch auch manchmal Freude. Wenn man sicher weiß, dass es passiert (selbst dann ist es nicht sicher, denn man könnte ja vorher sterben). Aber ich warte sehr ungern auf Dinge, wenn ich nicht weiß, ob sie überhaupt passieren werden. In diesem Fall gebe ich lieber alles dafür, die Dinge sofort, gleich, genau JETZT in diesem Moment passieren zu lassen. Man läuft sowieso immer Gefahr, dass es scheiße ist, da hat einem Warten oft auch nicht geholfen.

Ihr kennt das: Man kauft sich was wirklich Schönes. Die Handtasche, auf die man so lange gespart hat. Das Paar Schuhe, mit denen man sich definitiv wie ein neuer Mensch fühlt. Das Oberteil, in dem man sich so sexy aussieht. So schön, dass man erstmal auf einen ganz besonderen Anlass wartet, um es anzuziehen. Solange bleibt es im Originalzustand sichtbar drapiert, so dass man immer sieht, was man sich schönes geleistet hat, aber der ganz besondere Moment noch nicht gekommen ist, um es zu tragen.

Dann kommt endlich dieser eine Moment, dieser ganz besondere Abend und man fühlt sich absolut großartig. So großartig, dass man feststellt, dieses Teil ist so der Hammer, dass man wirklich darauf aufpassen muss. Es muss geschont werden. Auf gar keinen Fall zu viel tragen! Schon gar nicht im alltäglichen Leben!

So ist es da, wartend – wartend auf die Zukunft, unangerührt. Irgendwann vergessen. Traurig, ungetragen, vergessen. Und dann kommt das Schlimmste: ein, zwei oder auch drei Jahre später stellst du fest: ES GEFÄLLT DIR NICHT MEHR! Holy shit. Dabei hättest du es damals SO gerne, aber wirklich SO EXTREM gerne angezogen, hattest aber zu viel Angst es würde kaputt gehen.

Ich hole die Lichterkette lieber gleich raus. Denn wenn ich mich jetzt nach Weihnachten fühle, warum sollte ich auf Weihnachten warten? Und meinen Blumenbody trage ich lieber auch richtig oft, denn so ein Hammer Teil sollte dazu da sein um getragen zu werden.

Kennt ihr diese Situationen? Ich freue mich über Eure Kommentare. Bis bald, Marlen xx


Honestly, finally it’s raining again and it’s getting dark so early, that at 5pm you think its already 12pm. We’ve been waiting for that for so long. You basically don’t have to go out anymore to get the feeling you’ve been really part of the nightlife. When you wake up in the morning, the nice thing is: it’s still night! Party is not over yet. Continue reading

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About Käfer & wine

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COAT: Max Mara “Madame”
SKIRT: Allsaints
SHOES: Balenciaga “Derby Boots”

Essen hat für mich eine immense Bedeutung. Nun könnte man meinen ich sollte Food-Blogger werden, letztendlich genieße ich das Essen aber lieber bevor ich so lange das perfekte Foto mache bis alle anderen schon aufgegessen haben. Doch besondere Anlässe wie diesen Käfer-Abend verdienen ein paar schöne Bilder und ihr werdet sicher noch viel über Essen von mir hören.

Ich bin zugegeben selbst keine Köchin. Meine Freundinnen lachen über mich, wenn ich Pasta koche und die fertige Barilla Sauce aufwärme (am liebsten mit Olive –  ist im übrigen auch selten zu kriegen). Doch auch ein Teller Spaghetti mit Barilla Sauce kann die Welt bedeuten.

Trotz allem bin ich in der glücklichen Situation hin und wieder in teure Restaurants gehen zu können. Gerade wenn es draußen herbstlich und kalt ist, ist das Restaurant Käfer der perfekte Ort für ein deftiges Gourmet-Abendessen. Im Winter ist es eines meiner Lieblingsrestaurants, ich könnte mir sogar vorstellen hier zu heiraten – in einer kleinen romantischen Hochzeitsstube.

Es lodert das Kaminfeuer während einem Flammkuchen mit hauchzartem Beef Carpaccio & Trüffel, Hummersüppchen und Rinderfilet Rossini mit richtigen Pommes serviert wird. Ich sterbe für Steak – rare. Begleitet wird das Menü von “La Mission Haut-Brion 1995” und “Bonnes Mares Grand Cru 2014”.

Ich habe viele gute Weine getrunken, doch der „Bonnes Mares“ war ein absolut neues Erlebnis. Wenn man die Augen schließt und riecht, steigt einem ein sehr schwer einzuordnender Geruch in die Nase.  Erstmal nicht unbedingt gut, dennoch irgendwie sehr vertraut. Es hat seinen Reiz, die Augen zu schließen und nur Anhand des Duftes Geschmacksnoten heraus zu riechen. Manchmal wäre ich gerne Sommelier geworden.

Wenn man lange genug am Bonnes Mares riecht und alle Duftnoten im Kopf durchgeht, passiert es: Popcorn springen einem aus dem Glas entgegen. Ungesüßte, frische Popcorn. Manchmal komme ich auch in den Genuss von altem Pferdesattel oder getragene Lederschuhe. Es ist immer wieder spannend.

Man könnte mich als verwöhnte Göre bezeichnen, wenn man weiß, dass die einzigen Weine die ich mit Namen wirklich kenne “Chateau Angelus” und “Chateau Petrus” sind. Das liegt aber daran, dass ich diese so extrem wertvollen Weine trinken konnte und wenn man einfach mal 1000 Euro runterschluckt, bleibt einem – Gott sei Dank- der Name im Kopf.

Das ich wertvolle Weine trinken darf ist ein Privileg, welches in dem familiären Weinkeller lagert. Üblicherweise kaufe ich aber wie jeder andere auch günstigeren Wein im Supermarkt. Ihr kennt das – man hat gute Weine getrunken, man schätzt gute Weine – und dann steht man da, vor dem Regal und lediglich die Preise geben einem einen Hinweis darauf welcher Wein besser sein könnte als der andere. Man wählt frei nach dem Motto „Pinot Grigio kann nicht so übel sein“ und greift nicht zur allergünstigsten Flasche. Meist geht man noch nach dem Etikett-Design. Etliche Male hat mich das Design bitter betrogen. Man fühlt sich oft sogar etwas stolz und glaubt etwas gutes gewählt zu haben und dann… wenn man probiert merkt man, dass man definitv einen der schlechtesten ausgewählt hat.
Sommelier-fail!

Zur Not kann man dann den Wein verkochen. …wenn man kochen kann. Aber vielleicht gibts dann einfach das nächste Mal Barilla-Pino-Grigio-Pasta. Ist wahrscheinlich nicht das selbe wie Rinderfilet Rossini, aber ein Käfer-Abend muss ja auch etwas besonderes bleiben.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende und bis bald,
Marlen xx


 

Food is extremely important to me. Now you would think “why has she not become a food blogger?” but in the end, I rather enjoy the food, not taking endless pictures and then realizing that actually everyone has eaten their meals already.

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Life is like a sailing trip

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BODY: Worst Behavior
TROUSERS: Cambio
SUNGLASSES: Marc Jacobs

Kennt ihr das, wenn man einfach nur eine klare Linie im Leben möchte? Aber das Leben ist wie ein großer Segeltörn. Mal läuft es, der Wind weht in die richtige Richtung und dann kommt die große Windstille und man schippert so an einer Stelle herum und fragt sich ob man jemals da ankommt, wo man geplant hat anzukommen? Continue reading